So.. Juli 12th, 2026
BVO 2725

Feigentypen zu bestimmen ist entscheidend für eine erfolgreiche Feigenernte im eigenen Garten. Je nach Typ unterscheiden sich Feigenpflanzen grundlegend in ihrer Bestäubung, Fruchtbildung und damit auch in ihrem Ertrag. Während manche Feigensorten vollkommen selbstständig Früchte entwickeln, sind andere auf spezielle Bestäubung angewiesen. Für deutsche Gärten sind besonders die selbstfruchtenden Sorten interessant, da sie zuverlässig ohne komplizierte Bestäubungsprozesse essbare Feigen produzieren. Die richtige Sortenwahl entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Feigenanbau.

Es ist wichtig zu wissen, welchen Feigentyp man als Pflanze vor sich hat, damit es mit der Ernte auch wirklich funktioniert.

Welche Typen von Feigen gibt es?

Wir unterscheiden drei Feigentypen.

  • Smyrna-Typ
  • Adriatischer Typ
  • San-Pedro-Typ

Der „Smyrna-Typ“ (smirniaca)

Feigen des Smyrna-Typs zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf die Bestäubung durch die Feigenwespe angewiesen sind und damit verbunden mit dem Vorkommen männlicher Bocksfeigen. Feigen des Smyrna-Typs bilden bei uns keine Früchte aus.

Der „Adriatische Typ“ (hortensis)

Feigen des adriatischen Typs sind parthenokarp und bilden ohne Bestäubung Früchte aus. Aus diesem Grund sind es genau diese Feigensorten, die für uns interessant sind.

Der „San-Pedro-Typ“ (intermedia)

Feigen des San-Pedro-Typs bilden in der ersten Fruchtgeneration Früchte aus, die ohne Bestäubung essbar sind. Die zweite Generation erfordert jedoch eine Bestäubung. Dies bedeutet, dass Feigen dieses Typs effektiv bei uns nur eine Ernte liefern.

Von Bernd Vollmer

Bernd Vollmer ist Gartenbauwissenschaftler, bekennender Pflanzen-Nerd und seit über 25 Jahren mit Erde unter den Fingernägeln unterwegs. Er interessiert sich für alles, was Wurzeln schlägt, Blätter treibt oder Blüten macht – besonders für Feigen und Orchideen, gern auch dort, wo andere längst aufgegeben haben. Webseiten baut er seit 1998, lange bevor Content Marketing einen Namen hatte, und teilt seitdem sein Wissen, seine Experimente und gelegentlich auch seine Fehler. Neben Pflanzen beschäftigen ihn seit einigen Jahren Investment-Ideen, langfristiges Wachstum und nachhaltige Entwicklungen – vermutlich, weil ihn funktionierende Systeme schon immer fasziniert haben. Wenn er nicht gerade im Garten, im Wald oder in den Alpen unterwegs ist, sitzt er auf dem Mountainbike, hinter der Kamera oder tüftelt an neuen digitalen Projekten. Meistens mit einer Pflanze im Blick – oder einer Idee, die noch wachsen darf. 🌱📷🚵‍♂️

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