So.. Juli 12th, 2026
Pxl 20240413 182858248.mp

Die Feigenvermehrung 2024 stellt Hobbygärtner vor ungewöhnliche Herausforderungen. Obwohl der Winter mild war und die heimische Flora früh austrieb, entwickeln sich mediterrane Pflanzen wie Feigenbäume deutlich langsamer als erwartet. Besonders Feigen-Stecklinge, die normalerweise schnell bewurzeln, brauchen dieses Jahr aufgrund der kühlen und nassen Witterung deutlich mehr Zeit. Das unbeständige Wetter mit häufigen Regenfällen bremst das Wachstum wärmeliebender Exoten erheblich. Während ausgepflanzte Feigenbäume durchaus kräftig wachsen, hinken die jungen Vermehrungen der gewohnten Entwicklung hinterher.

Dieses Jahr hat man irgendwie das Gefühl, dass die Zeit sehr schnell voran schreitet. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor.

Der Winter war relativ betrachtet sehr mild, die Natur ist sehr früh in den Frühling gestartet und dennoch sind gerade die wärme liebenden Pflanzen irgendwie hinter her.

Zum Frühjahr hatte ich einige neue Feigensorten vermehrt und war mir damals sicher, dass die Pflanzen zeitig zum Sommeranfang am Start sind. Doch obwohl meine ausgepflanzten Feigen durchaus stark gewachsen sind, sind gerade die vermehrten Pflanzen, die bei mir nicht im Gewächshaus stehen, sondern der Witterung ausgesetzt sind, ziemlich der zeitlichen Planung hinterher. Doch wenn man sich das Wetter anschaut, dann war es so, dass es in den vergangenen Wochen und Monaten gar nicht so warm und viel zu nass war. Auch heute regnet es wieder ohne Unterlass.

Dieser Witterungsverlauf scheint nur der heimischen Flora gut zu tun, dass sie mit dem milden Wetter sehr früh loslegen konnte. Nicht aber die wärmeliebenden Pflanzen aus den mediterranen Bereichen. In der Regel bewurzeln Feigen-Steckhölzer sehr schnell, nur dieses Jahr ist es anders.

Daher müsst Ihr euch noch etwas in Geduld üben, bis die noch mehr Sorten zur Auswahl stehen.

Von Bernd Vollmer

Bernd Vollmer ist Gartenbauwissenschaftler, bekennender Pflanzen-Nerd und seit über 25 Jahren mit Erde unter den Fingernägeln unterwegs. Er interessiert sich für alles, was Wurzeln schlägt, Blätter treibt oder Blüten macht – besonders für Feigen und Orchideen, gern auch dort, wo andere längst aufgegeben haben. Webseiten baut er seit 1998, lange bevor Content Marketing einen Namen hatte, und teilt seitdem sein Wissen, seine Experimente und gelegentlich auch seine Fehler. Neben Pflanzen beschäftigen ihn seit einigen Jahren Investment-Ideen, langfristiges Wachstum und nachhaltige Entwicklungen – vermutlich, weil ihn funktionierende Systeme schon immer fasziniert haben. Wenn er nicht gerade im Garten, im Wald oder in den Alpen unterwegs ist, sitzt er auf dem Mountainbike, hinter der Kamera oder tüftelt an neuen digitalen Projekten. Meistens mit einer Pflanze im Blick – oder einer Idee, die noch wachsen darf. 🌱📷🚵‍♂️

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert